Stress gehört für viele Menschen zum Alltag – doch was passiert dabei eigentlich in unserem Körper? Vor allem unser Nervensystem spielt eine entscheidende Rolle. Es entscheidet darüber, ob wir angespannt oder entspannt sind – und wie gut wir regenerieren können.
Stress und das Nervensystem – ein Dauer-Alarmzustand
Unser Nervensystem ist ein hochkomplexes Netzwerk, das sich durch den gesamten Körper zieht. Es beginnt im Gehirn und Rückenmark (zentrales Nervensystem) und verzweigt sich von dort über unzählige Nervenbahnen in Muskeln, Organe und Gewebe (peripheres Nervensystem).
So steht dein gesamter Körper in ständigem Austausch: Jede Bewegung, jede Emotion und jede Stressreaktion wird über dieses System gesteuert und weitergeleitet.
Ein besonders wichtiger Teil ist das vegetative Nervensystem, das unbewusst arbeitet und lebenswichtige Funktionen wie Atmung, Herzschlag und Verdauung reguliert. Es besteht aus zwei Gegenspielern:
- Sympathikus → Aktivität, Leistung, „Fight or Flight“
- Parasympathikus → Entspannung, Regeneration, „Rest & Digest“

Bei Stress übernimmt der Sympathikus die Kontrolle. Dein Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt: Muskeln spannen sich an, die Atmung wird flacher, der Herzschlag schneller.
Das ist kurzfristig sinnvoll – doch bei dauerhaftem Stress bleibt der Körper im Dauer-Alarmzustand.
Typische Folgen:
- erhöhte Muskelspannung (besonders im Kiefer!)
- flache Atmung
- schlechter Schlaf
- innere Unruhe
- Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken
👉 Das Problem: Der Körper „verlernt“ zu entspannen.

Was ist der Parasympathikus?
Der Parasympathikus ist der Teil deines Nervensystems, der für Ruhe, Erholung und Heilung zuständig ist.
Wenn er aktiv ist:
- sinkt deine Herzfrequenz
- deine Atmung wird ruhiger und tiefer
- die Verdauung wird angeregt
- dein Körper regeneriert
👉 Kurz gesagt: Der Parasympathikus bringt dich zurück in Balance.
Der Vagusnerv – dein Entspannungsnerv
Der wichtigste Nerv des Parasympathikus ist der Vagusnerv. Er wird auch „Entspannungsnerv“ genannt und verbindet dein Gehirn mit wichtigen Organen wie:
- Herz
- Lunge
- Magen-Darm-Trakt
Funktionen des Vagusnervs:
- Reguliert die Herzfrequenz
- Steuert die Atmung
- Unterstützt die Verdauung
- Fördert Entspannung und Regeneration
- Beeinflusst deine Stimmung und Stressreaktion
👉 Der Vagusnerv ist der Schlüssel, um deinen Körper aus dem Stressmodus zu holen und ihn in den Entspannungsmodus zu bringen.

3 einfache Wege, deinen Vagusnerv zu aktivieren
1. Tiefe Atmung
Langsames, bewusstes Atmen – besonders mit verlängerter Ausatmung – aktiviert den Parasympathikus.
2. Sanfte Bewegung & Dehnung
Yoga, Stretching oder Spaziergänge helfen, Spannungen zu lösen und das Nervensystem zu beruhigen.
3. Kieferentspannung
Der Kiefer ist eng mit dem Nervensystem verbunden. Wird er entspannt, kann sich auch der ganze Körper entspannen.
👉 Genau hier setzen die TJ-Motion an.

TJ-Motion: Entspannung über den Kiefer
Die TJ-Motion sind ein kleines, aber wirkungsvolles Tool zur gezielten Kieferentspannung.
Du legst dir die kleinen Zahnaufsatzkissen aus medizinischem Silikon regelmäßig für wenige Minuten locker zwischen die Backenzähne. So entsteht:
- eine sanfte Dehnung der Kiefermuskulatur
- ein neurophysiologischer Reiz, der den Vagusnerv stimulieren kann. Der Vagusnerv verläuft nämlich anatomisch nah am Kiefergelenk entlang.
Das kann dazu beitragen:
- dein Nervensystem zu regulieren
- Stress abzubauen
- Verspannungen in Kiefer, Nacken, Schultern und Rücken zu lösen
- deine Atmung zu vertiefen
- innere Ruhe zu fördern
👉 Schon 3×3 Minuten täglich können helfen, Entspannung bewusst zu trainieren.
Fazit: Du kannst Entspannung trainieren
Stress lässt sich nicht immer vermeiden – aber du kannst lernen, besser damit umzugehen. Indem du deinen Vagusnerv aktivierst und dein Nervensystem regulierst, schaffst du die Grundlage für mehr Ruhe, Energie und Wohlbefinden. Mit einfachen Methoden – wie Atmung, Bewegung und Kieferentspannung mit TJ-Motion – kannst du deinem Körper helfen, wieder in Balance zu kommen.